Favismus bei COVID19

Was für eine Überraschung: erste G6PD-Mangel Patienten mit COVID19 sind wohl aufgetreten. Erste Veröffentlichungen draußen.

Nun bremst hier ein wenig der Publikationsprozess und die Verbreitung in der wissenschaftlichen Welt. Doch bald werden wohl mehr G6PD-Mangel Patienten bei COVID19 beobachtet werden. Es wird sich klären, ob es wirklich eine Pandemie gab oder einen riesen großen Kunstfehler.

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/20477724.2020.1751388
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7166036/
https://www.degruyter.com/view/journals/cclm/ahead-of-print/article-10.1515-cclm-2020-0442/article-10.1515-cclm-2020-0442.xml
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ejh.13432

Typischer tödlicher COVID19 Krankheitsverlauf schon 2014?

Bei COVID19 kommt es teilweise zu bisher nicht beobachteten Krankheitsverläufen. Wenige Stunden nachdem der Patitient eingeliefert wurde, verschlechtert sich der Zusand merklich. Die Sauerstoffsättigung sinkt massiv und die Patienten müssen an die künstliche Beatmung. Doch auch hier ist es ungewöhnlich – die Patienten können technisch atmen – nur kommt kein Sauerstoff ins Blut. Die Ursache wurde vermeintlich gefunden. In den Lugen verstopfen Mikrotromben (verklumpte Blutplättchen) die Lungengefäße und so kann der Sauerstoff nicht ins Blut.
Wie dies aussieht kann man in folgendem Bild sehen:

Albertsen J, et al. BMJ Case Rep 2014, Blutgefäße mit Mikrotromben (bau), Fibrin (rot) und Erythrozyten (rot)

Es gibt hier nur ein Problem, dieses Bild und der Bericht eines nahezu identischen Krankheitsverlaufs ist von 2014!

Der Titel der Publikation ist „

„Fatal haemolytic crisis with microvascular pulmonary obstruction mimicking a pulmonary embolism in a young African man with glucose-6-phosphate
dehydrogenase deficiency“, was man folgend übersetzen kann: „Tödliche hämolytische Krise mit mikrovaskulärer Lungenschädigung welche eine Lungenembolie vortäuscht bei einem jungen afrikanischen Mann mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel. (G6PD)“

In dieser Arbeit wird, wie erwähnt ein sehr ähnlicher Krankheitsverlauf beobachtet, es gab hier zwar Abweichungen, doch konnte ich jeweils Beispiele bei COVID19-Einzelfällen und G6PD-Mangel -Einzelfällen finden, die die Hypothese eines Favismus (Hämolyse des Bluts infolge eines G6PD-Mangels bei oxidativen Stress) als eigentliche Ursache von typischen COVID19 Krankheitsverläufen nahelegen.

Die eigentliche Todesursache war in diesem Fall nicht eine Lungenentzündung und Lungenembolie, sondern die Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen). Diese wurde zuletzt häufig in Hinsicht von COVID19 diskutiert, wurde aber immer wieder verworfen, da es nicht logisch nachvollziehbar ist, warum ein Virus Erythrozyten (rote Blutkörperchen) zerstören sollte. Viren programmieren die DNA, welche sich im Zellkern befindet, um, so dass die Zelle im Anschluss nicht mehr ihrer eigentlichen Rolle nachkommt, sondern anfängt Viren zu produzieren. Erythrozyten haben keinen Zellkern, und daher kann ein Virus nicht wirklich auf Erythrozyten einwirken. Somit ist eine Schädigung eines Erythrozyten durch ein Virus nahezu ausgeschlossen.

Erklärung bietet hier der G6PD-Magel. G6PD ist ein Enzym, welches Glucose-6-Phosphat unter der Bildung von NADPH umsetzt. NADPH ist ein Coenzym, welches in verschiedenen Stoffwechselprozessen verwendet wird, und vor allem als Reduktionsmittel dient. U.a. dient es als Antioxidans, als Stoff der Zellen vor schädlichen Oxidationsmitteln schützt. Liegt nun ein G6PD-Mangel, und somit ein NADPH-Mangel, vor, dann können gefährliche Oxidationsmittel nicht mehr durch das NADPH abgefangen werden, und die Oxidationsmittel beginnen Zellen zu schädigen. Betroffen sind hier vor allem Erythrozyten. Favismus wird also von Oxidantien ausgelöst.

Die Liste der Auslöser eines Favismus ist lange. Infrage kommen:
– Lebensmittel (z.B. Favanüsse)
– Medikamente
– Infektionen (z.B. Lungenentzündungen)
Der Grund warum Infektionen einen Favismus auslösen können liegt an der Immunabwehr. Fresszellen produzieren reaktive Sauerstoffspezies (ractive oxygen species, ROS). Diese ROS wirken wie ein Desinfektionsmittel und töten/zerstören die Krankheitserreger. Ein Problem entsteht, wenn körpereigene Zellen nicht ausreichend NADPH produzieren, um sich gegen die ROS zu schützen. Dann schädigen/zerstören die ROS auch körpereigene Zellen, vor allem Erythrozyten, was dann zu einer akuten Anämie führt. Somit wird eine Schädigung der Erythrozyten im Falle einer viralen Infektion erklärt – nicht das Virus führt zur Schädigung, sonder die Immunreaktion auf das Virus.

Ich will nun den tödlichen Krankheitsverlauf infolge des G6PD-Magels rekonstruieren.
– Zuerst kam es zu einer Infektion, die eine Lungenentzündung geführt hatte. Der Krankheitserreger konnte nicht identifiziert werden.
– Es kam zu einer Lungenentzündung. Diese kann schon einen Favismus ausgelöst haben.
– Der Patient bekam Antibiotika.
– Der Patient starb an akuter Anämie. Parallel wurde eine Schädigung der Lunge beobachtet, die auf eine Embolie hindeutete. Diese war aber nicht primär für den Tod verantwortlich.

Ich muss jetzt – Disclaimer – anmerken, dass ich kein Arzt sonder Naturwissenschaftler bin. Beachtet man die Arbeiten von Chiu et al (https://academic.oup.com/jid/article/197/6/812/919467, vgl. https://coronadaten.wordpress.com/2020/04/25/diskussion-glucose-6-phosphat-dehydrogenase-mangel-verstarkt-die-infektion-mit-dem-humanpathogen-coronavirus-229e/), dann kann man folgende Hypothese machen.

1. Patient steckte sich mit Coronavirus an.
2. Wegen des G6PD-Magels verbreitete sich die Virusinfektion stärker und der Patient bekam eine Lungenentzündung.
3. Es kam zu einem Favismus, die Erythrozyten wurden geschädigt.
4. Die Medikation verstärkte den Favismus, obwohl die Medikamente nicht unbedingt zu den prominenten Vertretern von Favismus bedingenden Substanzen gehören. Sie waren vielleicht einfach nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.
5. Nun geriet die Situation durch den extrem stark ausgeprägten Favismus außer Kontrolle und der Patient starb.
Die Anzeichen einer Lungenembolie waren nur eine Begleiterscheinung des Favismus.

Wie gesagt, ich bin kein Arzt, sondern Chemiker. Die Frage die sich hier stellt – liegt bei vielen typischen COVID19 Fällen ein G6PD-Magel vor, der eine andere Behandlung erfordert. Dies ist im speziellen wichtig, da viele Malariamedikamente wie Chloroquin berüchtigt sind, Favismus auszulösen. Ich verweise hier auf Aussagen von Dr. Wodarg.

https://www.wodarg.com/




R-Wert wegen gestiegener Testanzahl vorrübergehend auf 1

Vor zwei Tagen stieg der R-Wert wieder über 1. Wie hat das RKI das ermittelt?

Naja, von vorletzter zu letzter Woche hin stieg die Anzahl der Tests um über 40%!

Anteil positiver Tests ist also um 40 % gefallen. Was sagt das – gar nichts. Erweitere ich die Gruppe, die getestet wird, dann ändere ich die Fokussierung. Dies allein kann zu einer Änderung des Anteils an positiven Tests führen. Somit – eine Abschätzung des R-Werts ist somit unmöglich.

Gestern korrigierte das RKI den R-Wert 0.76. Außerdem hat sich die Berechnungsgrundlage geändert. Dazu Wieler, der RKI-Chef: „Die Berechnung des R-Werts hat sich nicht geändert, aber die Anzahl der geschätzten Neuerkrankungen.“
Das bedeutet, es wird irgendeine Anzahl zur gemessenen Zahl hinzuaddiert.
Somit: Ich kann mir einfach aussuchen, wie der R-Wert ist. Wenn die Bundesregierung einen höheren Wert will, dann erhöht man die Schätzzahl, wenn die Bundesregierung einen niedrigeren Wert will, dann senkt man die Schätzzahl.

Also, nachdem man schon sowieso keine belastbare Zahl bei R-Wert bestimmen kann, da man permanent und massiv Probennahme und Probengröße variiert (ohne für die Probengröße zu korrigieren), hat man eine Wünsch dir was-Konstante eingeführt, mit der man immer das gewünschte Ergebnis herbeiführen kann.

Vermutlich war die ganz, ganz tolle Bundesregierung nicht glücklich mit der 1, diese würde ja bedeuten, dass die ganz, ganz tolle Bundesregierung nicht, wie ansonsten ja immer, alles richtig macht.

https://www.n-tv.de/panorama/Deutschland-testet-weniger-auf-Corona-article21747393.html

https://www.merkur.de/welt/coronavirus-deutschland-berlin-nrw-rki-zahlen-tote-statistik-reproduktionszahl-kubicki-news-zr-13730761.html

https://www.youtube.com/watch?v=vS4DNnp8ZhM

Wissenschaftliche Studie: Erbkrankheit (G6PD-Mangel) verstärkt Coronavirusinfektion

Professor Daniel Tsun-Yee Chiu, ein Hämatologe der Chang Gung Universität in Taoyuan, Taiwan, untersuchte Ende der 2000er Jahre die Anfälligkeit von Zellen mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel gegenüber humanpathogen Coronaviren (hier 229 E).
Vorneweg: G6PD ist ein Enzym, welches Glucose-6-Phosphat unter Bildung von NADPH (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) umwandelt. NADPH wiederum ist ein Koenzym, welches dem Körper als Reduktionsmittel (Chemie: Redox-Reaktionen) dient. Eine der Aufgaben ist es, oxidierende Species, die im Körper Schaden anrichten können, abzufangen.
Dementsprechend führt ein G6DP-Mangel auch zu einem NADPH-Mangel, der problematisch werden kann, wenn sich verstärkt oxidierende Stoffe im Organismus befinden, und Zellen können unter oxidativen Stress geraten.

In dem Artikel „Glucose-6-Phosphate Dehydrogenase Deficiency Enhances Human Coronavirus 229E Infection„, den ich hier hervorheben möchte (Yi-Hsuan Wu et al, The Journal of Infectious Diseases, Volume 197, Issue 6, 15 March 2008, Pages 812–816; https://academic.oup.com/jid/article/197/6/812/919467), führt Tsun-Yee Chiu aus, dass das Redox-Verhalten von Zellen entscheidend für ihre Funktion ist. Z.B. beeinflusst das Redox-Verhalten die Proliferation (Vermehrung) von Viren und ihre Virulenz (krankmachende Wirkung). Dementsprechend wurde eine Laboruntersuchung in Hinsicht der Anfälligkeit von menschlichen Vorhaut G6PD-Mangel Fibroblasten (Zellen des Bindegewebes), Lungenkarzinomzellen bei denen ein G6PD-knockdown durchgeführt wurde (Genexpression wurde gesenkt – im Test ist das Gen im Anschluss weniger sichtbar) und Lungenfibrobastzellen, deren G6DP-Expression verstärkt wurde.

Zellen mit G6PD-Mangel zeigten eine höhere virale Genexpression
Die jeweiligen Zellen wurde Corona 229 E-Viren ausgesetzt. Zellen mit G6PD-Magel zeigten nach 8 Stunden eine etwa 10 mal höhere Genexpression als die Kontrollzellen. Des weiteren produzierten sie innerhalb der ersten 24 Stunden etwa 3 mal mehr virale Partikel (Viren) als die entsprechenden gesunden Zellen.
Im Gegensatz dazu zeigten Zellen, bei denen die Genexpression für G6PD gesteigert wurde, eine um bis zu einen Faktor 100 geringere virale Expression des Coronavirus.

Oxidativer Stress verursacht höhere Anfälligkeit gegenüber Coroavirus 229 E
Zuletzt wollten Wu et al. klären, ob wirklich der G6PD-Mangel, und damit der NADPH-Mangel zu oxidativem Stress führen, der die Anfälligkeit gegenüber dem Corona 229 E Virus erhöht. Dazu untersuchten sie die Anzahl der Oberflächenrezeptoren der Zellen, die für den viralen Angriff notwendig sind. Diese war bei den Zellen mit G6PD-Mangel und den normalen Zellen gleich. Somit dies als Grund für die erhöhte Anfälligkeit ausgeschlossen werden konnte.
In einem weiteren Experiment, wurden G6PD-knockdown-Zellen (Zellen, bei denen die G6PD-Expression künstlich gesenkt wurde) mit Antioxidationsmitteln (Mitteln die Oxidationsmittel behindern) behandelt, bevor sie Viren ausgesetzt wurden. Dabei wurde beobachtet, dass die virale Expression bei mit Antioxidationsmitteln behandelten Zellen geringer war.

Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen G6PD-Magel und der Anfälligkeit gegenüber Coronavirus 229 E
Wu et al. zeigten, dass G6PD-Magel Zellen deutlich anfälliger gegenüber Coronavirus 229 E macht. Auch deuten ihre Ergebnisse, dass hierfür oxidativer Stress verantwortlich ist.

Bezug zu SARS-CoV-2
Ich muss hier zuerst anmerken, dass ich kein Mediziner bin, sondern Chemiker. Meine Interpretation folgt rein wissenschaftlicher Vorgehensweise, nicht medizinischem oder spezifischen Fachwissen. Trotzdem erscheint mir folgende Schlussfolgerung logisch:
Die Arbeit von Wu et al. eröffnet die Vermutung, dass G6PD-Mangel sowohl zu einer leichteren Infektion, als auch zu schwereren Krankheitsverlauf führen kann. Dies würde auch den unterschiedlich starke Auswirkung von SARS-CoV-2 auf verschiedene Länder und Ethnien innerhalb einiger Länder erklären. Speziell Länder, Regionen und Ethnien sind stark vom SARS-CoV-2 Virus betroffen, bei denen ein hoher Anteil der Individuen einen G6PD-Mangel aufweist.

Medizinische Relevanz
Sollten Menschen mit G6PD-Mangel verstärkt an COVID-19 Erkranken, dann ergäbe sich ein zusätzliches Problem. Viele Medikamente, u.a. einige Antibiotika und einige Virostatika verursachen oxidativen Stress, und könnten bei einem SARS-CoV-2 Erkrankten mit G6PD-Mangel einen Favismus auslösen. Ein vorliegender Favismus könnte die aktuell beobachteten Symptome schwerer COVID-19 teilweise erklären. Hierzu möchte ich auf eine Veröffentlichung von Albertsen et al. hinweisen, die einen tödlichen Krankheitsverlauf wegen G6PD wiedergibt, der tödlichen Krankheitsverläufen von COVID-19 stark ähnelt. Ich werde morgen diese Publikation besprechen:
Fatal haemolytic crisis with microvascular pulmonary obstruction mimicking a pulmonary embolism in a young African man with glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency“
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24713708





Ethnische Auswirkungen der COVID19-Pandemie

Es wurde sowohl im Vereinigten Königreich, als auch in den USA beobachtet, dass unter anderem ethnische Minderheiten wie Schwarze, Lateinamerikaner und Muslime dem Coronavirus zum Opfer fallen.

Des weiteren natürlich Männer. Ich glaube man sollte mal diese Fragen in einem Grundkurs Biologie in der 12 Jahrgangsstufe stellen:
Woran könnte das liegen?

Ich lasse das mal offen, und veranstalte heute mal ein kleines Ratespiel. Ein wenig Abwechslung in der Coronazeit ist ja gar nicht mal so schlecht. Die Antwort ist übrigens offensichtlich. Bitte die Kommentarfunktion nutzen.

Schrecklicher Verdacht – Ist es die COVID19 Therapie die tötet?

Dr Cameron Kyle-Sidell, ein New Yorker Arzt einer Intensivstation berichtete, dass viele der COVID19-Patienten ein ungewöhnliches Krankheitsbild aufwiesen. Anders als bei einer Pneumonie üblich, schien die Lunge in Ordnung gewesen zu sein, während die Patienten unter einer geringen Sauerstoffsättigung litten. Die üblichen Behandlungsempfehlungen, die darauf abzielen, dass die Patienten zwangsbeatmet werden, schienen weniger sinnvoll zu sein. Sinnvoller war es anscheinend, frühzeitig auf einen hohen Sauerstoffgehalt bei der Beatmung zu setzen.

Ich bin Chemiker, kein Arzt. Aber mir erscheint die Diagnose auch unlogisch. Funktioniert die Lunge, dann muss es einen anderen Zusammenhang geben. Und das deutet in meinen Augen auf eine Anämie.

Dr. Wolfgang Wodarg (https://www.wodarg.com/) wies in seinem Blog darauf hin, dass Chloroquin und Acetylsalicylsäure (hochdosiert) bei Menschen, mit einem Gendefekt der zu einem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase Mangel führt (Favismus), eine Schädigung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) verursachen kann.

Dr. Wodargs Annahme führt zu dieser Interpretation: Die Therapie mit Chloroquin, möglicherweise hoch dosiert, kann dazu führen, dass es zu einer Schädigung der roten Blutkörperchen kommt, worauf diese immer weniger Sauerstoff aufnehmen können. Im Anschluss beobachtet man dann eine stark sinkende Sauerstoffsättigung, worauf dann eine Beatmung durchgeführt wird. Wie gesagt, ich bin Chemiker und ab jetzt spekulativ: Wenn die Beatmung wegen falscher Diagnose mit zu viel Druck durchgeführt wird, dann scheint es nachvollziehbar, dass dies zu Lungenschäden führt.

Gibt es weitere Hinweise, dass die Annahme von Dr. Wodarg stimmen könnte? Ja die gibt es. Favismus, der erwähnte Gendefekt, tritt vor allem in Malariagebieten auf. Also im Mittelmeeraum, Afrika, im Nahen Osten und Südostasien. Welche Gruppen und Länder erleiden die höchsten Opferzahlen wegen COVID19:
– Spanier
– Italiener
– Franzosen
– Schwarze
– Chinesen
– New York – hier vor allem Schwarze. Einige Stadtteile Manhattans werden übrigens als Little Italy bezeichnet.

Wie ich sagte – ein schrecklicher Verdacht, der leider sehr plausibel ist. Beim Bekämpfen von Krankheiten sollte vielleicht mehr Menschen mit klinischer Erfahrung Vertrauen schenken, als Virologen.

Corona – das Killervirus das kaum tötet? 30-80 mal mehr Dänen mit SARS-CoV-2 infiziert als bisher angenommen

Die Dänische Gesundheitsbehörde teilte mit, dass ein Antikörpertest bei 2.7 % von 1000 Blutkonserven, die zwischen dem 1.4. und 3.4. in der Hauptstadtregion gespendet wurden, einen positives Ergebnis aufwies. Bei einer Testsensitivität von 70 % folgerte man, dass etwa 3,5 % der Blutkonserven positiv sein müssten. Hochgerechnet auf die Hauptstadtregion wurde angenommen, dass 65.000 der Bewohner der Hauptstadtregion bis zum 26.03. mit SARS-CoV-2 Virus infiziert waren. Aus diesem Befund wurde gefolgert, dass 30-80 mal mehr Dänen mit SARS-CoV-2 infiziert infiziert sind, gleichbedeutend mit 150.000 bis 400.000 Infektionen.
Die Mortalitätsrate von COVID19 läge entsprechend dieser Angaben zwischen 0.07 %- 0.19 %. Zum Vergleich: Die monatliche Sterberate eines durchschnittlichen Dänen liegt um 0.08 %, also oberhalb der unteren Grenze für die Mortalität einer SARS-CoV-2 Infektion, also nicht bedeutend niedriger.

(Mortalitätsrate wurde anhand von 285 COVID19-Toten berechnet. Quelle: Worldometer, 13.04.)

Edit: Inhaltliche Präzisierung entsprechend des Berichts der dänischen Gesundheitsbehörde.

https://www.sst.dk/-/media/Udgivelser/2020/Corona/Status-og-strategi/COVID19_Status-6-uge.ashx?la=da&hash=6819E71BFEAAB5ACA55BD6161F38B75F1EB05999

https://www.thelocal.dk/20200408/danish-health-agency-says-400000-could-have-been-infected

COVID19 USA – Fake News in deutschen Medien

Es ist schon erschüttern zu hören, was die Medien über die USA berichten. Ein Land vor dem Abgrund, welches wegen seinem kaputten Gesundheitssystem und einem inkompetenten Präsidenten eine menschliche Katastrophe erleidet.

Dies ist faszinierend, während es dann wohl die gleichen Journalisten sind, die sich auch gerne über die geographische Unkenntnis der US-Amerikaner in Hinsicht Europas mokieren, zeigen eben diese Journalisten eine komplette Unkenntnis der Größe der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch der Hang zu absoluten Zahlen, die ein deutscher Qualitätsjournalist nicht schafft in Relation zu setzen, ist beeindruckend.

Die USA haben die meisten COVID19 Toten – bereits über 22000, und Deutschland nur knapp über 3000. Ein Beweis der Unfähigkeit der US Regierung? Dem entgegenzusetzen ist dann noch Lichtenstein. 1 Toter – die Regierung Lichtensteins muss anscheinend die Krise 3000 mal besser handhaben als die Bundesregierung. Dem ist natürlich nicht so – jedem ist klar, dass Lichtenstein deutlich weniger Einwohner hat als Deutschland hat, man die Zahlen in Relation setzen muss. USA haben ca. 320 Mio Einwohner, damit ca. 4 mal so viele wie Deutschland, und schon fällt auf, dass die USA weniger als doppelt so viele Todesopfer pro Kopf hat.

Tabell1. COVID19-Tote pro Millionen Einwohner 13.04.20 Quelle: Worldometer

Wie aus Tabelle 1 ersichtlich ist, hat Deutschland pro Kopf 6 mal mehr COVID19-Tote als Polen, und die USA etwa doppelt so viele wie Deutschland. Vergleicht man dann die USA mit den weiteren einwohnerstarken EU-Staaten, dann sieht die Situation in den USA deutlich vergleichbarer als in Deutschland. Diese haben 2,5-6 mal so viele Todesopfer pro Kopf wie die USA zu beklagen.


Betrachtet man die USA weiter im Detail, dann stellt man fest, dass über die Hälfte der Todesopfer in New York (Bundesstaat) und New Jersey aufgetreten sind. New Jersey ist der Bundesstaat, der in seinem Norden an New York City angrenzt. Um dies deutlicher zu zu machen, der Hudson River trennt den Bundesstaat New Jersey und New York City. Das nordöstliche New Jersey ist wirtschaftlich eng verbunden mit New York City, und somit sind die hohen Zahlen in beiden Bundesstaaten als ein gemeinsames trauriges Ereignis anzusehen. Rechnet man diese Todesfälle heraus, dann liegen die USA und Deutschland bei den Todesopfern pro Millionen Einwohner etwa gleich auf. Somit sind die „Horrorzahlen aus Amerika“ kompletter Unsinn. In New York City findet eine Tragödie statt, nicht in den gesamten USA.

Der weitere Aspekt der Kritik der deutschem Medien richtet sich gegenüber Donald Trump, dem US Präsidenten. Dieser hätte viel zu spät gehandelt, und auch würde er erst seit kurzem auf die Experten hören:
– Am 29.01.2020 stellte Donald Trump die Coronavirus Task Force auf, die unter seiner Führung steht.
– Am 13.03.2020 Erklärte Donald Trump den nationalen Notstand.
Diese Ereignisse Fallen zusammen mit ähnlichen Handlungen der Bundesregierung, und somit müsste die gleiche Kritik die Bundesregierung treffen, was sie in den allerdings selten zu finden ist.

Ein weiterer Vorwurf gegenüber Trump ist es, dass der Shut Down von den Regierungen der einzelnen Bundesstaaten beschlossen wurde, Trump also „wiedermal“ nicht gehandelt hat, weil er die Krise unterschätzt hat. Kleiner Hinweis hier – Angela Merkel hat den Shut Down in Deutschland auch nicht beschlossen . Es waren die Regierungen der einzelnen Bundesländer – hat Merkel deshalb die Coronakrise unterschätzt? Nein in föderalen Bundesrepubliken, wie es nunmal die USA und Deutschland sind, sind viele Dinge subsidiär geregelt, und unterliegen somit nicht den Entscheidungen des Bundes, sondern der Länder. Es verwundert schon, dass einige Journalisten anscheinend keine Ahnung haben, was Föderalismus ist.

Die Aufgabe von Journalisten, die sich selbst gerne als vierte Gewalt bezeichnen, ist es, auf Missstände hinzuweisen. Und wie es nun mal in einem Nationalstaat so ist, sind wir Deutschen vor allem von Misständen in Deutschland betroffen. Damit, besonders in einer Krise, ist es nicht Aufgabe der Medienvertreter eine Schmutzkampange gegen die Regierung eines befreundeten Landes zu führen. Dieses Verhalten ist besonders wegen des traurigen Anlasses absolut widerwärtig, und nur dafür geeignet, um über Misstände in Deutschland hinwegzutäuschen. Das Verhalten einiger Medienvertreter ist nicht nur falsch, sondern absolut selbstzerstörerisch für unser Land und für unsere Demokratie. Die Aufgabe der Medien ist es, unsere Regierung zu überwachen und, wenn notwendig, zu kritisieren.

Corona-Epidemie? Politische Sprengkraft der Heinsbergstudie

Die Studie des Virologen Hendrik Streeck weckte Hoffnung. So sieht es danach aus, dass 15 % der Bewohner von Gangelt sind bereits wegen einer erfolgten SARS-CoV-2 Infektion immun. Und das bei einem Anteil von 2 % SARS-CoV-2 Infizierten unter den Studienteilnehmern. Entsprechend der Ergebnisse empfahl Streek, die Maßnahmen zur SARS-CoV-Epidemie langsam wieder einzustellen.

Studie unter Druck

Streek steht unter Druck, denn grundlegende Voraussetzungen, um eine Rücknahme der Maßnahmen wurden nicht erfüllt: So sind, wie am Anfang postuliert wurde, noch keine 60 % Durchseuchung erreicht, und somit eine Herdenimmunität nicht gewährleistet. Auch sind die verwendeten Antikörpertests nicht ausreichend validiert oder unzuverlässig, wie man von renommierten und hoch angesehenen Virologen vernehmen kann. Auch wird jetzt kritisiert, dass eine PR-Firma, eigenständig und aus reiner Eigenmotivation, die Verbreitung der Studienergebnisse unterstützt hat. Es scheint ein Skandal, wenn sich Menschen zusammenschließen, um die Verbreitung politisch relevanter Inhalte vorranzutreiben.

Kritik fragwürdig

Betrachtet man den Sachverhalt aus der anderen Perspektive, dann erscheint die Kritik absurd.
– Der PCR-Test, der zur Feststellung einer SARS-CoV-Infektion angewendet wird, wurde nicht hinreichend validiert.
– Die notwendigen 60 % Durchseuchung, die für eine Herdenimmunität benötigt werden, sind ein reines Postualt. Es gibt gar keine Informationen, die dies auch nur ansatzweise Stützen würden. Ein klassischer Schuss ins blaue.
– Auch die Kritik, eine PR-Firma würde die Verbreitung der Ergebnisse unterstützen, ist absolut absurd, denn die Meinungsfreiheit ist von Grundgesetz gedeckt, und somit steht es jedem Bürger frei, seine Meinung zu äußern, und auch die Verbreitung von Informationen zu Unterstützen. Das nennt sich Demokratie.

Sprengkraft der Studie

Hierzu reicht eine einfache Überlegung. Sollten 15 % der Studienteilnehmer immun sein, und 2 % infiziert, dann stellt sich die Frage, wann sich die 13 % infiziert haben. Die Erkrankung dauert 2-4 Wochen, uns somit müssen diese Studienteilnehmer irgendwann mal eben diesen Zeitraum infiziert gewesen sein. Hier können wir 2 vereinfachte Szenarien annehmen.
(a) Ein durchgängiger Infiziertenanteil in Gangelt von konstant 2 %.
Dafür müssen 6,5 mal 2 % der Bewohner von Gangelt für zwei Wochen infiziert gewesen sein. Dies ergibt dann 13 Wochen, hätte also irgendwann zur Jahreswende 2019/2020 beginnen müssen.
(b) Ein linerarer Anstieg des Infiziertenanteils in Gangelt
Das führt zu einer Verdoppelung der Zeitspanne, also auf etwa ein halbes Jahr.
Es ist offensichtlich, dass einige Virologen die eine SARS-CoV-2 Epidemie postulierten, nicht besonders erfreut von einem Ergebnis sind, welches am ehesten durch ein Vorliegen einer COVID19-Infektion in Deutschland erklärt werden kann, welches einen Zeitraum von 3-6 Monaten voraussetzen würde.

Ausblick

Die Ergenisse der Heinsbergstudie deuten auf einen sehr langes Vorligen einer SARS-CoV-2 Infektionswelle in Gangelt hin. Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, auf die Bundesrepublik als Ganzes übertragbar sein, und nicht anders erklärt werden können als ein längeres Vorhandensein von SARS-CoV-19 Viren in Deutschland, dann Handelt es sich bei der Corona-Epidemie um eine Zeitungsente epischen Ausmaßes. Es ist offensichtlich, dass Hendrick Streek vorsichtig formuliert.

Nachtrag

Herr Drosten kritisiert, dass die Ergebnisse der Studie präsentiert wurden, bevor sie peer-review Verfahren durchlaufen haben. Das ist absolut absurd! Es handelt sich um eine Studie die das Land NRW finanziert hat, und somit um eine Auftragsstudie. Somit hat als einziges das Land NRW das Recht, die Publikation der Ergebnisse zu regulieren. So lange Ministerpräsident Laschet der Meinung ist, die Publikation der Ergebnisse wäre in Ordnung, so lange ist die Publikation in Ordnung.
Ich habe als Wissenschaftler publiziert. Da gibt es Veröffentlichungen die im peer-review Verfahren sind, andere nicht. In jedem Fall kommt es im Anschluss zu einer wissenschaftlichen Diskussion.
Ich teile die Haltung, dass die Ergebnisse transparent gemacht werden müssen, trotzdem ist die Aussage Drostens maximal irreführend. Meinungsfreiheit ist vor allem in der Wissenschaft ein Kernbestandteil.

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