Corona-Epidemie – Daten eröffnen Zweifel

Der SPD Politiker Dr. Wolfgang Wodarg kritisierte in den letzten Tagen die Maßnahmen der Politik in Hinsicht des Umgangs mit dem Coronavirus COVID-19. Er bezeichnete diese als überzogen und konstatierte, dass die aktuelle Entwicklung nichts außergewöhnliches ist. In diesem Artikel wollen wir anhand der Datenlage aus den USA (Quelle: covidtracking.com) seine Thesen überprüfen . Leider ist uns dies anhand von deutschen Quellen nicht möglich, da wir keine Angaben über die Anzahl durchgeführter Tests gefunden haben.
Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen möchten wir, unabhängig von der wissenschaftlichen Einschätzung, dazu aufrufen, die Empfehlungen der Bundesregierung und der Landesregierungen konsequent umzusetzen. Wir wollen nur einen Beitrag dazu leisten, ein besseres Lagebild zu zeichnen und es so der Allgemeinheit und der Politik ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Nun zur Kernthese von Herr Dr. Wodarg:
„Die Anzahl der Coronainfizierten steigt nur wegen der erhöhten Anzahl an Tests.“

In der Abbildung (oben) ist die Gesamtanzahl der durchgeführten Tests (orange) und die Anzahl der positiven Tests (blau) aufgeführt. Wie man sieht, bestätigen die Daten die Aussage von Herr Dr. Wodarg. Besser sieht man dies, wenn man sich das Verhältnis aus Infizierten und durchgeführten Tests betrachtet:

Man sieht, dass der Anteil der Infizierten mit zunehmender Anzahl von Tests zweischen 10 % und 16 % schwankt. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der Tests von ca. 2.000 auf ca. 100.000 zu. Dies wäre vollständig in Übereinstimmung mit der Aussage von Dr. Wodarg angemerkt. Auch stimmt diese Beobachtung mit der Aussage von Dr. Wodarg überein, dass bei ca. 8 – 15 % der Grippeerkankungen Coronavieren nachgewiesen werden können. Der Gesamtbefund deutet dies auf eine allgemeine Durchseuchung der Bevölkerung in den USA mit Coronaviren hin, was die Verfolgung von Infektionsketten zweifelhaft macht. Besonders deutlich ist festzustellen, dass der Anteil an Coronavieren bei den Proben nicht steigt, eine zunehmende Ausbreitung von COVID-19 Vieren ist im Vergleich zu anderen Grippeerregern entsprechend nicht anzunehmen.

Zuletzt ist die Letalität zu betrachten. Wie tödlich ist das Virus. Aktuell versucht man dies durch das Verhältnis von Toten zu Infizierten abzuschätzen. Dies ist natürlich in vielerlei Hinsicht unzureichend. Weder weiß man, wie viele der Infizierten noch sterben werden, noch weiß man, wie viele Menschen infiziert sind. Die Dunkelziffer hier dürfte in Folge der absolut unzureichend Anzahl an Tests und der nicht statistischen Probennahme extrem hoch sein. Sie könnte mehrere Größenordnungen betragen.

Betrachten wir die Abbildung, so sehen wir, dass der Anteil von über 2,5 % auf ca. 1,3 % abgenommen hat. Aktuell „sinkt“ die Letalität um 0,1 % pro Tag. Offensichtlich, wendet sich der Focus ab von den schweren Fällen, und wird es im Gegenzug möglich, auch Menschen mit einem leichten Krankheitsverlauf zu testen, dann nimmt das statistische Gewicht der Fälle mit tödlichen Krankheitsverlauf ab. Dementsprechend ist eine Abschätzung der Letalität des COVID-19 Virus entsprechend der aktuellen Datanlage unsinnig und ist reine Panikmache. Deutschland hat sehr viel mehr getestet und hierzulande liegt der Anteil an bisher tödlichen Krankheitsverläufen um 0,3 % – und das selbst hierzulande bei einer hohen Dunkelziffer an Infizierten. Diese Zahl wirkt dann alles andere als bedrohlich.

Wir müssen uns klar machen. Es geht hier um sehr alte Menschen, die großteils eine schwere chronische, und für sich selbst genommen schon tödliche Erkrankung haben. Diese Menschen haben häufig eine statistische Lebenserwartung von wenigen Monaten, und für sie sind eigentlich ungefährliche Infektionskrankheiten lebensbedrohlich. Daher ist die statistische Relevanz dieser Zahlen zweifelhaft.

Panik tötet

Bei Gefahrensituationen besteht neben der eigentlichen Gefahr die Panik nicht zu unterschätzen, und kann mehr Menschenleben kosten, als die Gefahrenursache an sich. In Italien beobachten wir aktuell sehr hohe Todeszahlen, die kaum mehr im statistischen Erwartungsbereich liegt. Hier trifft die Coronakrise auf ein von einer seit Jahrzehnten langen Wirtschaftskriese gebeuteltes Land. Mit offensichtlichen Folgen für das Gesundheitssystem. Ähnliches gilt für Spanien. Es ist zu befürchten, dass das italienische Gesundheitssystem nicht primär durch die Coronaerkrankungen überfordert ist, sondern durch die damit verbundene Panik überlastet wird, und damit nicht mehr in der Lage ist, ernsten Fällen zu helfen.

Daher ist unser Aufruf, den Anweisungen der Regierung zu folgen und ruhig zu bleiben. Aktuell besteht kein Grund zur Panik, und wenn wir diese vermeiden, dann werden wir auch unbeschadet durch diese Krise kommen. Des Weiteren fordern wir, dass dringend untersucht wird, ob wirklich eine bedrohliche Situation wegen COVID-19 vorliegt. Die Daten deuten nicht wirklich darauf hin und stützen eher die Aussagen von Herr Dr. Wodarg.

Wir planen die Zahlen täglich zu aktualisieren, um maximale Transparenz in Hinsicht der Situation zu ermöglichen. Wenn sie weiterhin über die Entwicklung informiert werden möchten, dann liken und abbonieren sie unsere Facebookseite „Coronadaten“.

Veröffentlicht von doktorcorona

Impressum ist unter Beiträge zu finden

14 Kommentare zu „Corona-Epidemie – Daten eröffnen Zweifel

  1. Haben Sie Daten zur Frage, wie hoch der Anteil der Patienten mit Betreuung auf der Intensivstation bezogen auf die Anzahl der Infizierten ist?

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  2. Wie hoch schätzen Sie die Vertrauenswürdigkeit von covidtracking.com ein? Jeden einzelnen US-Bundesstaat nachzuprüfen wäre eine Mammutaufgabe.

    Ansonsten gute Arbeit bzgl. der Grafiken. Ich habe jetzt mit mehreren Leuten in meiner Twittergruppe versucht, diese Beobachtung zu thematisieren, entweder es wird nicht verstanden oder es ist kein Interesse vorhanden zu verstehen worum es hier geht. Grade etwas am Verzweifeln.

    Es kann doch nicht ernsthaft sein, dass es in Deutschland keine veröffentlichten Zahlen bzgl. der Negativtests gibt. Bei steigender Testintensität haben positive Absolutzahlen alleine gar keine Aussagekraft.

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    1. Es scheint ein ähnliches Projekt wie das der John Hopkins Universität zu sein. Ist ab und zu die offizielle Quelle von Wikipedia. Manchmal bringt Wikipedia auch die CDC als Quelle – diese zeigt aber nur die CDC-Tests (Bundesbehörde) und lässt andere Labore außen vor. Daher zeigt die CDC nur etwa die hälfte der Tests /dafür halt mit Gütesiegel der US-Regierung).

      Zu der Zahl der Tests in Deutschland: Bis vor einer Woche standen auf Wikipedia Zahlen vom 8. März (glaube ich). Habe keine Quellen gefunden. Warum das RKI das nicht angibt – kann man nur spekulieren.

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  3. Danke für den Beitrag.

    Nur objektive Betrachtung kann uns vom Schlimmsten bewahren.

    Es müsste:

    der Shutdown/Lockdown möglichst schnell beendet werden.

    Statt dessen flächendeckende Fiebermessungen einführen und. Fieberscanner als Grundausstattung der Ordnungskräfte bereit stellen…

    weiters

    Um die EU zu retten, müssten die Binnengrenzen rasch wieder geöffnet und eine lückenlose Fieberkontrolle (mit eben diesen Scannern) eingeführt werden.

    Menschen mit Fieber kämen in medizinische Obhut (Test, Quarantäne, etc…)
    Menschen ohne Fieber sind gößtenteils noch nicht (oder nicht mehr) ansteckend….

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  4. Diese Seite gehört abgemahnt. Nehmen Sie diese sofort offline ansonsten sehe ich mich gezwungen einen Anwalt auf Ihre unseriöse Seite aufmerksam zu machen. Kein Impressum, keine Datenschutzerklärung. Keine Name, wer für den Inhalt verantwortlich ist. Keine der Zahlen sind mit Quellen versehen. Hier muss man von Fakenews ausgehen

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  5. Grundsätzlich finde ich es gut zu hinterfragen. Aber warum hat Südkorea bei über 316.000 durchgeführten Tests nur 8.652 positive Fälle? (Stand 20.03.2020) Da passt die These nicht mit der Wirklichkeit überein.

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    1. Bin Wissenschaftler und kann daher nur in Hinsicht von Probennahme und Erwartungswert argumentieren. Zu aller erst. Es gibt zwei Thesen: Infektionsketten und exponentielles Wachstum (z.B. Drosten) gegenüber statistischer Verteilung (z.B. Wodarg). Hier eine Wikipediaseite zur Anzahl der tests der jeweiligen Länder: https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_testing
      Im Fall einer statistischen Verteilung:
      1. Unterschiedliche Regionen können unterschiedlich stark infiziert sein. Erwartungswert variiert.
      2. Art der Probennahme: Wird die Gruppe eingegrenzt – z.B. Grippekranke oder Famlienangehörige von COVID-19 Kranken, dann kann er zu erhöhten Ergebnissen kommen. Für eine realistische Zahl für die durchschnittliche Anzahl an Infizierten braucht man eine statistische Studie.
      Insgesamt halte ich genaue Abgleiche der absoluten Zahlen für nicht zielführend, sondern relative Entwicklungen zu sehen.
      Es geht mir primär darum zu prüfen, ob in einem Zahlensatz die These der exponentiellen Entwicklung nachvollziehbar ist.

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      1. Vielen Dank für Ihre Antwort. Im Sinne der Validierung der exponentiellen Entwicklung könnte Ihre Ansatz durchaus aufschlussreich sein. Ein Hinweis noch: Es wäre eventuell übersichtlicher, Sie würden Ihr Impressum in die „Über“ Seite des Blogs verschieben.

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  6. Habe die Graphiken in einem Forum zur Diskussion gestellt (https://aufwachen-podcast.de/kommentare/index.php?board/1-a-diskussion/). Von dort kam der (aus meiner Sich berechtigte Einwand, dass kumulative Daten zur Darstellung einer Entwicklung wenig tauglich sind.

    Es ändert am Quotienten positive Test / Gesamtzahl aber nichts Wesentliches, wenn man statt der kumulativen Werte die täglichen Steigerungen nimmt.

    Das nur als Hinweis – Danke für Ihre Arbeit!

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    1. Hallo, der Einwand ist richtig. Nur sind die Daten leider Schwankungen ausgesetzt (ist eine Datensammlung verschiedener Quellen, hauptsächlich staatlich in den USA) und so werden diese herausgemittelt. Des weiteren besteht eine 2-4 tägige Verzögerung bei den Ergebnissen nach Probennahme.

      Werde ggf. die Auswertung erweitern. Unter anderem zufügen von täglichen Zahlen, und wenn es der Zeitraum erlaubt wöchentlichen Zahlen.

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