Corona-Epidemie? – Update 27.03.20 Sterberate unverändert, Infektionsrate um 15 %, Hospitalisierung in New York zeigt besorgniserregenden Trend – Pandemie unwahrscheinlich

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In dieser Reihe betrachte ich die Entwicklung der Coronainfektionen anhand der Datenlage aus den USA (Quelle: covidtracking.com). Dabei soll geprüft werden, ob man Anzeichen einer exponentiellen Entwicklung sieht (wie von der Bundesregierung angenommen) oder ob die Annahme von Herrn Dr. Wodarg stimmt, der annimmt, dass „die Anzahl der Coronainfizierten nur wegen der Anzahl der Tests zunimmt“.
Des weiteren soll betrachtet werden, wie sich die Sterberate bei zunehmender Anzahl von bestätigten Infizierten entwickelt, inwieweit also die Sterberate in der USA in Folge einer hohen Dunkelziffer an Infizierten überhöht ist. Die vollständige Diskussion finden sie in meinem letzten Artikel: (ttps://coronadaten.wordpress.com/2020/03/20/corona-epidemie-daten-keine-fakten/

Vorgestern schrieb ich einen Artikel zur Situation in den Bundesstaaten New York und Washington. Dieser war wichtig für die Einschätzung der statistischen Zuverlässigkeit der Daten. Für Leser die an einem Verständnis der statistischen Zuverlässigkeit interessiert sind, kann ich diesen empfehlen.


Bevor ich zum eigentlichen Thema kommen möchten ich, unabhängig von der wissenschaftlichen Einschätzung, dazu aufrufen, die Empfehlungen der Bundesregierung und der Landesregierungen konsequent umzusetzen. Ich will nur einen Beitrag dazu leisten, ein besseres Lagebild zu zeichnen und es so der Allgemeinheit und der Politik ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Nun zur Kernthese von Herr Dr. Wodarg:
„Die Anzahl der Coronainfizierten steigt nur wegen der erhöhten Anzahl an Tests.“

In den Abbildungen (oben) ist die Gesamtanzahl (kumulativ und täglich) der durchgeführten Tests (orange) und die Anzahl der positiven Tests (blau) aufgeführt. Wie man sieht steigt die Zahl der täglichen Tests deutlich. Man sieht eine deutliche Korrelation zwischen den Infizierten- und Testzahlen. Dies wird deutlicher, wenn man die Infizierten gegen die Tests aufträgt:

Die blaue Kurve zeigt die Entwicklung des Infiziertenanteils der kumulierten Werte, die orangene Kurve die täglichen Werte. Man sieht einen leiten Anstieg beim Infiziertenanteil (kumuliert) seit dem 16.03.2020, er stieg von ca. 10 % auf 15 %. Er erreicht nun einen Wert von 15 %.

Dieser ist vor allem auf die Zahlen aus New York zurückzuführen (dies kann man genauer in meinem Artikel vom 25.03. sehen). New York (Bundesstaat) führt etwa 20-33 % der Tests durch (ca. 6 % der US-Bevölkerung) und hat auch einen im Bundesdurchschnitt deutlich erhöhten Infiziertenanteil, was wahrscheinlich auf Probennahme oder Messverfahren zurückgeführt werden kann (s. gestriger Artikel).

Entwicklung der Sterberate

Zuletzt ist die Letalität zu betrachten. Wie tödlich ist das Virus. Aktuell versucht man dies durch das Verhältnis von Toten zu Infizierten abzuschätzen. Dies ist natürlich in vielerlei Hinsicht unzureichend. Weder weiß man, wie viele der Infizierten noch sterben werden, noch weiß man, wie viele Menschen infiziert sind. Die Dunkelziffer hier dürfte in Folge der absolut unzureichend Anzahl an Tests und der nicht statistischen Probennahme extrem hoch sein. Sie könnte mehrere Größenordnungen betragen. Besonders der Vergleich der Bundesstaaten New York und Washington ergibt massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Zahlen (wieder gestrige Zahlen). Trotzdem möchte ich diesen zur Vollständigkeit anführen.

Die Sterberate liegt aktuell um 1,5 %. Die Schwankung ist wegen der Unzuverlässigkeit der Daten wahrscheinlich nicht signifikant. Es ist wichtig anzumerken, dass mit der Korrelation Todeszahlen zu den Infektionszahlen auch eine Korrelation der Todeszahlen mit den Testzahlen einhergeht.

Hospitalisierung

Währen die bisherigen Zahlen darauf hindeuten, dass die bisherigen Steigerungen der Infizierten- und Todeszahlen vor allem auf die Steigerung der Testzahlen zurückzuführen sind, und somit infrage gestellt wird, dass wirklich eine ernsthafte Problematik vorliegt, ist die nächste Beobachtung schockierend:

Die Anteil an hospitalisierten COVID19- Erkrankten stieg sprunghaft an. Die deutet an, dass es eine zunehmende Panik in Hinsicht dieses Erregers gibt. Dies könnte bei einer Überlastung des Gesundheitssystems zu einer zunehmenden Anzahl an nosokomialen Infektionen (Krankenhausinfektionen) führen. Da Grippeerreger häufig vergesellschaftet vorkommen (Sema Nickbakhsh et al. http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1911083116), besteht die Gefahr von lebensbedrohlichen Zweitinfektionen.

Zusammenfassung

  • Das Verhältnis zwischen bestätigt Infizierten und Tests in den USA schwankt zwischen 10-15 %. Es gab eine Abwärts-Aufwärtsbewegung Dies ist in Übereinstimmung mit der Aussage von Herrn Wodarg. Die Annahme eines exponentiellen Wachstums (Bundesregierung) erscheint zweifelhaft.
  • Die Sterberate von nachweislich mit SARS-CoV-2 Infizierten in den USA liegt aktuell knapp um 1,5 % und korreliert mit der Anzahl der Messungen. Zahlen sind unzuverlässig. Änderungen sind in meinen Augen kaum signifikant.
  • Fokussierung auf reine Fallzahlen kann zu einer Massenpanik führen. Anzeichen hierfür deutet der zunehmende Anteil an Hospitalisierungen in New York an.
  • Vor allem Zeigt diese Analyse, dass das Vorgehen beim Testen primär diagnostischen Zwecken dient, und daher wissenschaftlich nur bedingt nutzbar ist. Es ist weder möglich eine signifikant erhöhte Letalität des Virus, noch ein pandemischen Verlauf nachzuweisen. Aus wissenschaftlichen Gründen ist es in meinen Augen zwingend erforderlich eine statistische Studie zu erstellen, um die wirkliche Gefährlichkeit der Situation zu prüfen. Politik und Ärzteschaft befinden sich bei der Coronakrise – nicht Pandemie da nicht nachgewiesen – im kompletten Blindflug.

Ich wiederhole den Aufruf, den Anweisungen der Regierung zu folgen und ruhig zu bleiben. Aktuell besteht kein Grund zur Panik, und wenn wir diese vermeiden, dann werden wir auch unbeschadet durch diese Krise kommen.

Ich plane die Zahlen täglich zu aktualisieren, um maximale Transparenz in Hinsicht der Situation zu ermöglichen. Wenn sie weiterhin über die Entwicklung informiert werden möchten, dann liken und abbonieren diesen Blog oder meine Facebookseite „Coronadaten“.

Veröffentlicht von doktorcorona

Impressum ist unter Beiträge zu finden

4 Kommentare zu „Corona-Epidemie? – Update 27.03.20 Sterberate unverändert, Infektionsrate um 15 %, Hospitalisierung in New York zeigt besorgniserregenden Trend – Pandemie unwahrscheinlich

  1. Es ist gut und wichtig, dass sich Menschen wie Sie kritisch mit der derzeitigen Panikberichterstattung auseinandersetzen. Für eine seriöse Ausstrahlung sollte aber der Anteil an Rechtschreib- und Grammatikfehlern erheblich geringer sein. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, mit ihren Aussagen nicht ernst genommen zu werden.

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    1. Mache das aktuell alleine. Bin jetzt noch einmal durch den Text gegangen.

      Bei professionellen Publikationen hat man mehr Zeit und meist noch einen Lektor um die Qualität zu gewährleisten.

      Daher bitte ich die in Teilen nicht optimale Qualität zu entschuldigen.

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  2. Sie tun fachmännisch, aber wie Sie exponentiell verwenden ist alles andere als das. Kein Fachmann bezeichnet eine Zunahme, bei der sich die Verdoppelungsrate ständig ändert als exponentiell. Die Korrelation zwischen Test und infiziert wird nur auf eine von vielen Möglichkeiten interpretiert.

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    1. Naturwissenschaftler beschreiben und nutzen Mathe alt Werkzeug.

      Nehmen sie polynomische Regression oder Fouriertransformation. Das sind Verfahren, die häufig nicht den zu Grunde liegenden Zusammenhang beschreiben. Wenn man es genau nimmt, sind diese Verfahren Käse – man macht es trotzdem.

      Zur Verwendung von „exponentiell“. Heißt aus Naturwissenschaftler: Sieht anfangs so aus und kann anfangs so gefitted werden.

      Die Grundannahme eines exponentiellen Verhaltens welches am Anfang auftritt, stammt nicht von mir, und ich kritisiere die Aussage die von Epidemiologen. Ich betreibe dabei keine exakte Wissenschaft, da nicht möglich weil Daten unbrauchbar. Daher brauche ich auch nicht alle Möglichkeiten zu diskutieren, da ich zeige, dass die vorherrschende Interpretation grob falsch ist.

      Oder anders gesagt: Wenn eine „wissenschaftliche“ Aussage grob falsch ist, dann muss man sich auch nicht die Arbeit machen, diese nach hoch wissenschaftliche Standard wegzubügeln.

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