Corona-Epidemie? – Update 03.04.20 Sterberate wertlos, Infektionsrate zunehmend unzuverlässig, Hospitalisierung in New York steigt stärker als Zahl der Infizierten – Pandemie weiterhin zweifelhaft

In dieser Reihe betrachte ich die Entwicklung der Coronainfektionen anhand der Datenlage aus den USA (Quelle: covidtracking.com). Dabei soll geprüft werden, ob man Anzeichen einer exponentiellen Entwicklung sieht (wie von der Bundesregierung angenommen) oder ob die Annahme von Herrn Dr. Wodarg stimmt, der annimmt, dass „die Anzahl der Coronainfizierten nur wegen der Anzahl der Tests zunimmt“.
Des weiteren soll betrachtet werden, wie sich die Sterberate bei zunehmender Anzahl von bestätigten Infizierten entwickelt, inwieweit also die Sterberate in der USA in Folge einer hohen Dunkelziffer an Infizierten überhöht ist. Die vollständige Diskussion finden sie in meinem letzten Artikel: (ttps://coronadaten.wordpress.com/2020/03/20/corona-epidemie-daten-keine-fakten/

Am 25.03. schrieb ich einen Artikel zur Situation in den Bundesstaaten New York und Washington. Dieser war wichtig für die Einschätzung der statistischen Zuverlässigkeit der Daten. Für Leser die an einem Verständnis der statistischen Zuverlässigkeit interessiert sind, kann ich diesen empfehlen.


Bevor ich zum eigentlichen Thema kommen möchten ich, unabhängig von der wissenschaftlichen Einschätzung, dazu aufrufen, die Empfehlungen der Bundesregierung und der Landesregierungen konsequent umzusetzen. Ich will nur einen Beitrag dazu leisten, ein besseres Lagebild zu zeichnen und es so der Allgemeinheit und der Politik ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Nun zur Kernthese von Herr Dr. Wodarg:
„Die Anzahl der Coronainfizierten steigt nur wegen der erhöhten Anzahl an Tests.“

In den Abbildungen (oben) ist die Gesamtanzahl (kumulativ und täglich) der durchgeführten Tests (orange) und die Anzahl der positiven Tests (blau) aufgeführt. Wie man sieht steigt die Gesamtazahl der täglichen Tests bis zum 26.03. deutlich. Ab dem 26.03. schwankt die tägliche Gesamtanzahl der Test um 100000. Bis zum 26.03. sieht man eine deutliche Korrelation zwischen der Anzahl der positiven Tests (Infiziertenzahl) und Testzahlen. Ich hatte mehrfach berichtet, dass es zu Verzögerungen bei der Berichterstattung der negativen Tests kommt, oder, dass sie gar nicht berichtet werden. Da ich es für äußerst zweifelhaft halte, dass man sich in der aktuell eskalierenden Lage in New York entschlossen hat, die Testkapazitäten nicht weiter zu steigern, gehe ich davon aus, dass die Berichterstattung zunehmend unzuverlässig wird. Die Tests dienen diagnostischen Zwecken, es geht um das retten von Menschenleben und an der Stelle wird das berichten von negativen Tests nicht so wichtig.

Während meiner gesamten Betrachtung der Statistik war New York immer problematisch gewesen. Von der Anzahl an Tests war New York zum Ende hin immer überrepräsentiert, die Zahlen der Infizierten immer sehr hoch (mehr als das doppelte des nationalen Durchschnitts) und auch immer sehr schwankend gewesen. Daher habe ich mich dieses mal entschieden, beim Infiziertenanteil (Anzahl positive Tests pro Gesamtanzahl an Tests) mit und ohne New York zu betrachten. Sowohl bei der täglichen Auftragung, als auch bei der aufzutragen. Die blauen Kurven zeigen die Entwicklung des Anteils der positiven Tests (Infiziertenanteil) der täglichen Werte, die orangenen Kurven die 3-tägigen Mittelwerte. Es fällt auf, dass sowohl die täglichen Werte, als auch 3-tägigen Mittelwerte nach Bereinigung der Werte aus New York ein deutlich klareres Bild zeichnen. Wenn man die Ausreißer am 10.3. (nach oben) und dem 16.03. (nach unten) außen vor lässt, dann erscheinen der Infiziertenanteil zwischen dem 9.03. und dem 25.03. nahezu konstant. Erst ab dem 26.03. ist ein Anstieg zu beobachten, der nahezu exponentiell ist.
Um nun zu klären, ob meine Annahme von zwei unterschiedlichen Verhalten der Kurve richtig ist, habe ich die Werte der USA ohne NY logarithmisch aufgetragen.

In Abb. 3 ist dies in einer logarithmische Auftragung dargestellt (links mit Orientierungslinien, rechts ohne). Wie man sieht, war in den USA (ohne NY) der Anteil der positiven Tests nahezu konstant, während ab dem 25.03. ein linearer Anstieg beobachtet wird, der auf eine exponentielle Entwicklung hindeutet. Das Ergebnis bestätigt die Vermutung, dass hier 2 verschiedene funktionelle Abhängigkeiten vorliegen, und damit 2 von einander unabhängige Sachverhalte. Die Annahme, die ich bei der Diskussion von Abb. 1 geäußert habe, dass die Zuverlässigkeit bei der Berichterstattung seit dem 25.03. kaum mehr gegeben ist, wird bestätigt. Das zwischen dem 9.03. und dem 25.03. beobachtete nahezu konstante Verhalten beim Anteil der positiven Tests steht im krassen Widerspruch der Annahme einer Epidemie.

Allerdings ist das was ich hier vorgeführt habe fortgeschrittene Datenanalyse, und wissenschaftlich nicht verwertbar. Die Notwendigkeit einer statistischen Feldstudie wird immer deutlicher, um zu klären, ob überhaupt eine Epidemie vorliegt.

Entwicklung der Sterberate

Wie tödlich ist das Virus. Aktuell versucht man dies durch das Verhältnis von Toten zu Infizierten abzuschätzen. Dies ist natürlich in vielerlei Hinsicht unzureichend. Weder weiß man, wie viele der Infizierten noch sterben werden, noch weiß man, wie viele Menschen infiziert sind. Die Dunkelziffer hier dürfte in Folge der absolut unzureichend Anzahl an Tests und der nicht statistischen Probennahme extrem hoch sein. Sie könnte mehrere Größenordnungen betragen. Besonders der Vergleich verschiedener Bundesstaaten ergibt massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Zahlen. Trotzdem möchte ich diesen zur Vollständigkeit anführen.

Abb 4

Sie Sterberate in den USA sank von ca. 2,5 % auf 1 % und steigt jetzt wieder Richtung 2,5 %. Wegen der absoluten Unkenntnis der Infiziertenzahlen sind die absoluten Zahlen wenig aussagekräftig.

Hospitalisierung

Währen die bisherigen Zahlen darauf hindeuten, dass die bisherigen Steigerungen der Infizierten- und Todeszahlen vor allem auf die Steigerung der Testzahlen zurückzuführen sind, und sich somit der realen Zahl annähern, zeigt die nächste Beobachtung einen problematischen Trend:

Die Anteil an hospitalisierten COVID19- Erkrankten in NY stieg am 25.3. sprunghaft an. Von vormals ca. 12 % stieg der Wert innerhalb eines Tages auf ca. 18 % an. Seit dem stiegt dieser Wert stetig und liegt aktuell um 22,5 %. So ein Anstieg macht keinen Sinn, da ja bei der Anzahl der Infizierten Genesene und Tote herausgenommen werden müssten. (Edit: Zuvor war die Hospitalisierungsrate pro Tests gezeigt aber falsch ausgewiesen worden – nun korrigiert.
Edit II: Hospitalisierung war kumulativ, nicht aktuell. Dies wurde heute aktualisiert. Mit einem Datenpunkt keine Analyse möglich. Daher entfernt (auch in der Zusammenfassung).

Zusammenfassung

  • Eine genauere Analyse des Anteils der mit SARS-CoV-Infizierten ergab, dass wahrscheinlich der Anteil in den USA nahezu konstant ist. Allerdings scheinen die Daten seit dem 25.03. in Folge unzureichender Berichterstattung über die Anzahl negativer Tests zunehmend unbrauchbar zu sein. Dies lässt die Forderung nach einer statistischen Feldstudie lauter werden.
  • Aktuell wird in New York zunehmender Hospitalisierungsanteil der Infizierten beobachtet. Da in New York eine direkte Korrelation der Todeszahlen mit der Hospitalisierung vorliegt, ist diese Entwicklung zu hinterfragen. Dies ist extrem gefährlich.
  • Vor allem zeigt diese Analyse, dass das Vorgehen beim Testen primär diagnostischen Zwecken dient, und daher wissenschaftlich nur bedingt nutzbar ist. Es ist weder möglich eine signifikant erhöhte Letalität des Virus, noch ein pandemischen Verlauf nachzuweisen. Aus wissenschaftlichen Gründen ist es in meinen Augen zwingend erforderlich eine statistische Studie zu erstellen, um die wirkliche Gefährlichkeit der Situation zu prüfen. Politik und Ärzteschaft befinden sich bei der Coronakrise – nicht Pandemie da nicht nachgewiesen – im kompletten Blindflug. Dies kann und wird Menschenleben kosten.

Ich wiederhole den Aufruf, den Anweisungen der Regierung zu folgen und ruhig zu bleiben. Aktuell besteht kein Grund zur Panik, und wenn wir diese vermeiden, dann werden wir auch unbeschadet durch diese Krise kommen.

Ich plane die Zahlen regelmäßig zu aktualisieren, um maximale Transparenz in Hinsicht der Situation zu ermöglichen. Wenn sie weiterhin über die Entwicklung informiert werden möchten, dann liken und abbonieren diesen Blog oder meine Facebookseite „Coronadaten“.

Veröffentlicht von doktorcorona

Impressum ist unter Beiträge zu finden

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